Naturgefahr für Ihr Gebäude

Sturm und Hagel: Wenn das Wetter an Ihr Dach geht

Abgedeckte Ziegel, eingedrückte Fassaden, verbeulte Solarmodule, Sturm trifft jedes Haus irgendwann.

Ziegeldach und Dachrinne eines Einfamilienhauses vor grauem Sturmhimmel, Sturm und Hagelrisiko am Dach.

„Naturgefahr für Ihr Gebäude", Sturm und Hagel

Gelöste Dachziegel, abgeknickte Bäume auf dem Carport, Hagelkörner, die Fassade, Fenster und Photovoltaik durchschlagen: Sturm und Hagel gehören zu den häufigsten Naturgefahren am Eigenheim. Anders als seltene Hochwasserereignisse trifft Sturm flächendeckend, jede Region, jedes Baujahr. Ein einzelnes Unwetter kann an einem Nachmittag tausende Häuser gleichzeitig beschädigen.

Versicherte Sturm und Hagelschäden in der Sachversicherung lagen 2024 bei rund 1,8 Mrd. Euro. Naturgefahren insgesamt machten 2024 etwa ein Viertel des Schadenaufwands in der Wohngebäudeversicherung aus.

Quelle: GDV, Naturgefahrenbilanz 2024 · Stand: 2024

2025 fielen Sturm, Hagel und Blitz mit rund 1,4 Mrd. Euro deutlich geringer aus. Die Schäden schwanken stark von Jahr zu Jahr, der langfristige Trend zeigt nach oben.

Quelle: GDV, Naturgefahrenbilanz 2025 · Stand: Januar 2026

Eigentümerperspektive

Aus Ihrer Sicht als Eigentümer

Sturm und Hagelschäden treffen oft die teuersten und exponiertesten Bauteile: Dach, Fassade, Fenster und aufgesetzte Technik wie Solaranlagen. Als Eigentümer haften Sie zudem nach außen, löst sich ein Ziegel und verletzt jemanden oder beschädigt ein fremdes Auto, kommt Ihre Haftung ins Spiel. Ein abgestimmter Schutz aus Wohngebäude und Haftpflichtbaustein hält beide Seiten dieses Risikos ab.

Was üblicherweise gedeckt ist und was nicht

Mitversichert

  • Sturmschäden an Dach, Fassade und fest verbundenen Gebäudeteilen ab Windstärke 8
  • Hagelschäden an Dach, Fenstern, Rollläden und Fassade
  • Folgeschäden, etwa eindringender Regen durch ein sturmbeschädigtes Dach

Nicht standardmäßig versichert

  • Schäden unterhalb Windstärke 8 (diese gelten versicherungstechnisch nicht als Sturm)
  • Beschädigte Gartenmöbel, Markisen oder lose Gegenstände, teils nur als Einschluss
  • Photovoltaik und Wärmepumpe, nur, wenn ausdrücklich mitversichert
Ob aufgesetzte Technik wie Ihre Solaranlage im Sturm und Hagelschutz enthalten ist, lohnt sich gerade nach einer Nachrüstung zu prüfen.
Handlungsempfehlungen

Was Sie als Eigentümer tun können

  1. 1 Nach einem Sturm das Dach aus sicherer Entfernung kontrollieren und Schäden fotografieren, bevor Sie Notreparaturen veranlassen.
  2. 2 Lose Gegenstände auf dem Grundstück vor angekündigten Unwettern sichern, auch aus Haftungsgründen.
  3. 3 Bäume in Hausnähe regelmäßig auf Standsicherheit prüfen lassen.
  4. 4 Bei nachgerüsteter Photovoltaik prüfen, ob die Anlage im Wohngebäudeschutz eingeschlossen ist.

Häufige Fragen

Ab welcher Windstärke zahlt die Versicherung bei Sturm?
Versicherungsschutz besteht in der Regel ab Windstärke 8 (mindestens 62 km/h). Lässt sich die Windstärke vor Ort nicht eindeutig belegen, genügt meist der Nachweis, dass in der Umgebung gleichartige Schäden entstanden sind. Den Wetterbericht des Schadentages sollten Sie deshalb dokumentieren.
Sturmschaden am Dach, wer zahlt, Mieter oder Eigentümer?
Schäden an der Bausubstanz, also am Dach selbst, trägt die Wohngebäudeversicherung des Eigentümers. Beschädigter Hausrat eines Mieters ist dessen Hausratversicherung. Bei selbstgenutztem Eigentum greift bei Ihnen beides parallel.
Ist ein vom Dach gefallener Ziegel versichert, der ein Auto trifft?
Schäden am eigenen Dach deckt die Wohngebäudeversicherung. Beschädigt der Ziegel ein fremdes Fahrzeug oder verletzt jemanden, greift Ihre Haus und Grundbesitzerhaftpflicht beziehungsweise Privathaftpflicht. Deshalb gehören beide Bausteine zusammengedacht.
Sind Hagelschäden an der Photovoltaikanlage abgedeckt?
Nur, wenn die Anlage ausdrücklich in den Vertrag eingeschlossen ist. Standardmäßig ist aufgesetzte Technik nicht automatisch mitversichert. Für tiefergehenden Schutz lohnt sich eine eigene Photovoltaikabsicherung.

Dieses Risiko einmal in Ruhe prüfen

Eine kurze Bestandsaufnahme zeigt, ob Sie hier solide abgesichert sind oder eine Lücke besteht.

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